
Regenwassernutzung zahlt sich aus
Der extrem heiße und trockene Sommer im Jahr 2003 und die seitdem für unsere Klimazone ungewöhnlich langen, niederschlagsarmen Zeitabschnitte zeigen die zunehmende Notwendigkeit des verantwortungsvollen Umgangs mit Wasser. Regenwassernutzung ist so alt wie die Menschheit und wird heute durch moderne Technik für jeden Haushalt machbar.
Regenwassernutzung Funktionsweise
Eine zeitgemäße Regenwasseranlage nutzt das vom Hausdach und Nebengebäuden abfließende Niederschlagswasser, das über Fallrohre durch einen Filter in den Speicherbehälter gelangt. Regenwasserspeicher aus Polyethylen oder auch Beton, werden wegen ihrer Größe (ca. 4.000 bis 10.000 Liter) in der Regel in die Erde versenkt.
Es gibt aber auch andere Systeme wie etwa Flachtanks, deren Fassungsvermögen
allerdings deutlich geringer ausfällt (ca. 1.500 bis 3.000 Liter).
Damit die im einströmenden Wasser vorhandenen Schwebstoffe absinken können,
wird eine sogenannte beruhigte Zuführung, in Form eines speziell geformten
Strömungsrichters im Einlass angebracht. Eine Pumpe, die sich automatisch
beim Öffnen der Entnahmestelle einschaltet, saugt das Wasser dann oberhalb
der Sedimentzone durch einen Druckschlauch an.
Damit Regenwasser- und Leitungswassersystem unabhängig voneinander funktionieren können, benötigt man eine zusätzliche Regenwasserleitung ins Haus, um die jeweiligen Entnahmestellen versorgen zu können. Zur Pufferung großer Niederschlagsunterschiede, braucht das System in Zeiten mit viel Regen ein Überlaufsystem mit Versickerungsmulde, während bei sehr trockenen Abschnitten, eine automatische Koppelung mit Leitungswasser-Nachfüllung zu empfehlen wäre.
Außerdem empfiehlt sich die Speicherzysterne aus Hygienegründen, mit einer Rückstausicherung und einem Schutzsystem gegen Kanalgase und Ungeziefer auszustatten. Regenwasser ist erstaunlich lange lagerungsfähig, wenn die Anlage korrekt eingebaut wurde und die genannten Hygienefaktoren, sowie der sichere Schutz gegen Lichteinfall beachtet werden.
Regenwassernutzung - Kosten einer Regenwasser Aufbereitungs Anlage
Die Kosten einer Regenwassernutzungsanlage sind im erheblichen Maße von deren Größe und den jeweiligen örtlich-baulichen Begebenheiten abhängig. Als Richtlinie kann man für einen Vier-Personen-Haushalt in etwa 4000,- Euro veranschlagen.
Vom reinen Selbstbau ist abzuraten, da die Installation einer solchen Anlage nach
den gültigen Gesetzen und Vorschriften erfolgen und auch dem jeweiligen Wasserversorgungsunternehmen angezeigt werden muss. Zudem kennt nur der Fachmann die zu beachtenden Regeln nach dem Stand der Technik.
Regenwassernutzung - Wirtschaftlichkeit
Sieht man sich den durchschnittlichen, täglichen Wasserverbrauch einer Person (ca. 130 Liter) an, so ergeben sich beachtliche Einsparmöglichkeiten.
So lassen sich täglich pro Person für WC-Spülung, Wäschewaschen,
Putzen und Gartenbewässerung bis zu 40 Liter vom teuren Leitungswasser einsparen.
Der ökologische Faktor ist natürlich auch erheblich. Angefangen vom
sinnvollen Abfangen des Regenwassers in ohnehin dicht bebauten Flächen, bis
zur Mithilfe gegen abfallende Grundwasserspiegel oder die Reduzierung von Putz-
und Waschmittel, wegen der besseren Reinigungswirkung des weichen Regenwassers.
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