Luftbefeuchter
Zu einem behaglichen Wohngefühl gehört nicht nur Wärme, sondern auch die richtige Luftfeuchtigkeit im Raum. Das Befeuchten der Raumluft mittels verschiedener Methoden ist ein wichtiger Aspekt, um ein gesundes Wohnumfeld zu erhalten. Luftbefeuchter beugen bei richtiger Anwendung auch der Entstehung von Erkrankungen der oberen Atemwege vor.
Die Möglichkeiten, Raumluft zu befeuchten sind recht vielseitig und beginnen schon beim Bau von Gebäuden. Durch den Einsatz moderner Baumaterialien und deren Verarbeitung lassen sich eine entsprechende Raumbelüftung und Raumluftbefeuchtung erzielen. Dies spielt insbesondere in Bürogebauden eine wichtige Rolle.
Zur Einhaltung einer optimalen Raumluftbefeuchtung werden insbesondere sogenannte diffusionsoffene Baumaterialien verwendet, die ein entsprechendes Hindurchdringen von Feuchtigkeit ermöglichen und somit einen Feuchtigkeitsausgleich schaffen.
Neben diesen Methoden können auch verschiedene technische Hilfsmittel eine angenehme
Raumbelüftung erzeugen.
Hierbei ist die große Gruppe der Luftbefeuchter schon bekannt. Dies sind technische Geräte, die durch das Eingbringen von feiner Flüssigkeit in die Luft eine Raumluftbefeuchtung herstellen. Im Bereich der Luftbefeuchter wird nach der jeweiligen Methode der Flüssigkeitsverteilung unterschieden.
Zur Raumluftbefeuchtung dienen Verdampfer, Verdunster und Zerstäuber.
Ein Vorteil ist, dass diese Geräte auch mit Klimaanlagen gekoppelt werden
können. Weiterhin vorteilhaft ist die gute Befeuchtungsintensität und
die preisgünstige Anschaffung.
Verdunster garantieren eine natürliche Regulierung der Raumfeuchte, aber es kann eine Überbefeuchtung der Luft entstehen.
Nachteile sind ein recht hoher Energiebedarf und das Entstehen von sogenannten
Kondensatniederschlägen. Weiterhin benötigen Luftbefeuchter in regelmäßigen Abständen eine gründliche Reinigung und Desinfektion, um eine Keimverbreitung im feuchtwaremen Milieu zu reduzieren.
Ultraschallbestäuber oder Druckpumpensysteme
führen zur Verneblung kleinster Wasserteilchen. Sie sind relativ kostengünstig
und haben einen niedrigen Energieverbrauch.
Nachteilig wirken allerdings die kühlenden Effekte, das bedeutet, dass bei längerem Betrieb eine Absenkung der Raumtemperatur die Folge sein kann. Für Asthmatiker ist ein Zerstäuber eher nachteilig, da bei diesem Gerät Aerosole entstehen, die in das Lungengewebe eindringen und somit empfindliche Reaktionen hervorrufen können. Ein besonderer Nachteil beim Ultraschallzerstäuber ist eine auftretende Keimentwicklung,
da selbst durch Ultraschall keine völlige Keimfreiheit erzielt werden kann.
Ionisatoren eignen sich weniger zur Raumluftbefeuchtung, sie dienen durch ihre ionisierende Wirkung eher der Reinhaltung der Luft, indem sie feinste Staubpartikel an sich ziehen.
Neben all diesen technischen Möglichkeiten gibt es jedoch auch Mittel, eine gesunde Raumluft preiswert und gesund zu erhalten. Hierbei ist eine effektive Methode der Einsatz von Pflanzen oder Aquarien.
Zimmerpflanzen, die recht großblättrig sind und günstigerweise noch mit Hydrokultur gehalten werden, stellen eine ideale Form zur Raumluftbefeuchtung dar. Grundlage
dieser Luftbefeuchtung ist die natürliche Transpiration der Pflanzen. Die
Feuchthaltung des Substrates ermöglicht eine der Raumtemperatur entsprechende
Verdunstung. Nachteile hierbei sind die Anschaffungskosten und die regelmässige
Pflege der Pflanzen.
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