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Der Schraubstock - Modelle für den Profi oder für den Heimwerker?

Kein Handwerker sollte ohne Schraubstock auskommen. Auch der heimische Hobbyhandwerker ist damit gut beraten, denn ein Schraubstock auf einer Werkbank kann bei unzähligen Arbeiten eine enorme Entlastung darstellen. Wenn man sich das Thema genauer ansieht, stellt man schnell fest, dass es mehrere verschiedene Arten von Schraubstöcken auf dem Markt gibt. Wir haben hier mal einige Anhaltspunkte für eine Kaufentscheidung zusammengetragen. Nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben, wissen Sie, welcher Schraubstock für Heimwerker geeignet ist und welche eher weniger.

Ein wichtiges Kriterium für den Kauf eines Schraubstocks ist seine Spannweite. Die meisten Spannweiten liegen zwischen 60 und 150 mm. Es gibt aber auch Schraubstöcke mit größeren Spannweiten. Für die meisten Heimwerker sollte eine Spannweite von 110 - 125 mm ausreichend sein.

Ein weiterer Aspekt ist die Größe der Spannbacken. Je höher die Backen, desto größer ist die Fläche, die gehalten wird. Das bedeutet je größer die Spannbacken sind, desto dicker können die zu haltenden Werkstücke sein.

Wichtig sind auch die Montagemöglichkeiten. Wenn Sie einen Schraubstock mit Spannklemme kaufen wollen, ist es wichtig, dass Ihre Werkbank keine durchgehenden Kanten hat und Ihre Werkbankplatte eine Mindestdicke von 25-30 mm hat. Dies sollte für die meisten Schraubstöcke mit Klemmschellen ausreichend sein.

Wenn Sie einen Schraubstock kaufen wollen, der mit der Platte verschraubt wird, ist das Material der Werkbankplatte entscheidend. Zudem ist das Material des Schraubstocks ein bedeutender Faktor. Entscheidet man sich für einen aus Stahl geschmiedeten Schraubstock, erhält man die hochwertigste Version, die auch für den professionellen Einsatz geeignet ist. Die etwas günstigere Variante ist ein Schraubstock aus legiertem Stahlguss, der im Nachhinein wärmebehandelt wurde, damit der Stahl härter und widerstandsfähiger wird.

Zudem gibt es Schraubstöcke aus Grauguss. Diese haben einen hohen Kohlenstoffgehalt, was den Schraubstock bei kalten Temperaturen spröde werden lässt. Ein Kauf empfiehlt sich daher überwiegend nur, wenn man den Amboss zum Umbiegen von Blechen häufiger nutzen möchte. Hierfür wird eine Schlagfläche mit harter Oberfläche benötigt.


Jetzt möchten wir noch kurz die verschiedenen Varianten von Schraubstöcken vorstellen.

1. Parallele Schraubstöcke

Parallelschraubstöcke sind das am weitesten verbreitete Modell des Schraubstocks. Bei dieser Ausführung sind die Spannbacken direkt parallel zueinander ausgerichtet. Die beiden Backen können mittels einer Drehkurbel auseinander und zusammen bewegt werden.

2. Rohrschraubstöcke

Diese Art der Schraubstöcke wird bei runden Objekten eingesetzt, da hier das Werkstück direkt durch vier Spannbacken gleichzeitig fixiert wird.

3. Maschinenschraubstöcke

Der Maschinenschraubstock, oft auch Bohrmaschinenschraubstock genannt, ist ein Halter, der beim Einsatz von Werkzeugmaschinen das Spannen von Werkstücken ermöglicht. Durch seine kleine und flache Bauform kann er bspw. unter Fräs- oder Ständerbohrmaschinen gut befestigt werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der benötigte Schraubstocktyp vom Zweck abhängt. Ein Parallelschraubstock sollte für den Arbeitsalltag allerdings in keiner Werkstatt fehlen.


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