Gartenarbeiten im Frühling
Darauf freuen sich die Gartenfreunde den ganzen Winter über: Endlich nicht mehr nur Vogelfutter ausstreuen und Schnee auf den Wegen fegen, sondern richtig was im Garten tun.
Da wäre zum Beispiel der Komposthaufen. Er könnte noch einmal umgesetzt oder umgegraben werden. Guter, fertiger Kompost sollte auf die frisch umgebrochenen Saatbeete gebracht werden - Naturdünger pur.
Herrscht nur noch wenig Frost, meistens in den Nächten, wird es Zeit, an die Frühbeete zu denken.
Kräuter, die keine Kälte vertragen, können auf der Fensterbank in Töpfen und Pflanzschalen vorgekeimt werden. An sonnigen Tagen können die Fenster der
Frühbeete schon ein paar Stunden geöffnet werden. Nachts oder bei einsetzenden
Regen- und Schneeschauern schließt man sie wieder, um die jungen Kräuter
vor Kälte und zu viel Feuchtigkeit zu schützen.
Winterportulak, Schwarzwurzeln, Radieschen und Rettich sind einige der Pflanzen, die schon ab Mitte März im Freien ausgesät werden können. Ein bisschen Nachtfrost schadet diesen abgehärteten Sorten nichts.
Auch Kübelpflanzen mit hartem Laub wie Oleander können in der Nähe einer Hauswand schon mal draußen Sonne tanken. Nachts sollte man sie wieder ins Haus holen oder ins Gewächshaus stellen.
Der Rasen wird bald anfangen zu sprießen, wenn er gut durchlüftet
wird. Das Vertikulieren beseitigt Moose und Flechten und regt den Rasen zum Wachsen
an.
Um die Pflanzen, die Frostschäden erlitten haben, sollte man sich
jetzt besonders kümmern: Zeigen die Rosen blasig aufgedunsene Stellen, sollten
die beschädigten Triebe bis zum nächsten unbeschädigten Auge zurückgeschnitten werden. Wildtriebe werden ausgerissen. Nach dem Abhäufeln eine frische Mulchdecke aufbringen: Kompost, angetrockneter Rasenschnitt, auch Laub, Stroh oder Mist lässt sich dafür verwenden.
Erhaltungs- und Auslichtungsschnitte an Sträuchern sind zwischen Mitte Februar und Mitte März fällig. Schwache oder alte, holzige Triebe werden mit scharfen Schneidgeräten abgeschnitten. Es sollten keine saftigen Triebe entfernt werden und die Schnittstellen möglichst glatt bleiben. Die Wunden der Pflanzen heilen schneller und Pilzerkrankungen haben keine Chance. Bei großen Schnittwunden muss ein Wundheilmittel aufgetragen werden.
An Obstgehölzen ist es besser, die Kronen der Bäume luftig auszuschneiden,
als nur kleine Zweige zu entfernen. Die Kraft geht dann in die großen Äste
und Zweige, die mehr Licht und Sonne abbekommen und größere Erträge
sichern.
» Lesen Sie mehr zum Thema Kräuterspirale anlegen
Folgende Artikel könnten Sie auch interessieren:
» Der Garten im Herbst